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Lebensqualität ländlicher Raum

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer eigenen Lebenssituation? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Lebensqualität als „subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertsystemen in denen sie lebt und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen.“
WHO: Quality of Life Research (1993)


Das Leben auf dem Land gilt weiterhin als Ideal der ursprünglichsten Lebensform in einer heilen Welt im Einklang mit der Natur. Insgesamt die Hälfte der deutschen Bevölkerung gibt in Umfragen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) an, ein Leben im ländlichen Idyll anzustreben.


Die Gründe für die höhere durchschnittliche Lebensqualität auf dem Land im Vergleich zu größeren Städten sind vielseitig. Zur allgemeinen Lebenszufriedenheit gehören neben der Arbeitsplatz- bzw. subjektiven ökonomischen Situation, welche sich auf dem Land besser darstellt als in größeren Städten, auch persönliche Aspekte wie Gesundheit und Schicksalsschläge. Die allgemeine Lebenszufriedenheit liegt durchschnittlich bei 64,0% (BBSR: Landleben-Landlust? - 2009). Typische Standortvorteile des ländlichen Raumes sind:


•    zwischenmenschliche Netzwerke (Nähe zu Verwandten) und aktive Nachbarschaft
•    höherer Anteil an Wohneigentum und größere Wohnflächen
•    Wertschätzung der Landschaft
•    Traditionelle Lebensstile
•    regionale Identität und Verbundenheit
•    günstige Immobilien- und Grundstückspreise
•    erhöhtes lokales und ehrenamtliches Engagement


Diese Vorteile wollen wir mit unserem Programm gezielt nutzen und ausbauen. Dazu wollen wir die gemeinsame Geschichte in der Region hervorheben und für Besonderheiten wie zum Beispiel unsere regionale Küche und Baukultur sensibilisieren und den gemeinsamen Austausch stärken. Durch unser Programm soll unter anderem die medizinische Versorgung in der Nationalparkregion langfristig sichergestellt werden und eine Erreichbarkeit für die Grundversorgung erreicht werden. Aber auch der kreative Umgang mit Leerständen in den Dorfkernen und ein attraktives Wohnumfeld sind dem Regionalentwicklungsverein ein wichtiges Anliegen.

Ein Beispiel, wie man mit demographischem Wandel umgehen kann, zeigt die Verbandsgemeinde Hermeskeil in Ihrem Strategiepapier zum Leerstandsmanagement.