Angebote und Potenziale der Region erforschen und erleben

Bildungsnetzwerk überreicht erste Bildungsordner an KiTas, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen in der VG Thalfang am Erbeskopf

Vor einem Jahr wurde in einer Auftaktveranstaltung für die Bildungseinrichtungen der VG Thalfang der Anfang gemacht und die Idee des Bildungsnetzwerks die Region erforschen, erleben, verstehen und wertschätzen“ vorgestellt. Nun wurden die sogenannten „Bildungsordner“ mit einer Übersicht regionaler Lernorte übergeben. Damit ist die VG Thalfang die dritte VG, die „ihre“ Bildungsordner erhält. Zuvor wurden in der VG Baumholder und der VG Herrstein-Rhaunen lokale Akteure und Aktivitäten ermittelt und die Bildungseinrichtungen darüber informiert.

Die Bürgermeisterin der VG Thalfang, Vera Höfner und der erste Vorsitzende des Regionalentwicklungsvereins, Uwe Weber, betonten die Wichtigkeit kommunaler Zusammenarbeit, um regionale Wertschöpfung und Prozesse in Gang zu setzen. Bildung stellt hier eine Basis dar, die es der nachwachsenden Generation ermöglicht, einen Bezug zu der Nationalparkregion herzustellen. Das Projekt „Bildungsnetzwerk“ kann hier einen wichtigen Beitrag leisten. „Oftmals wissen viele Erzieher*innen und Lehrkräfte gar nicht, was alles direkt vor Ort an Lernmöglichkeiten außerhalb von KiTa und Schule möglich ist.“, so die Koordinatorin des Bildungsnetzwerks, Carmen Grasmück.

Der Anfang ist nun gemacht: das pädagogische Personal erhält eine nach Themen sortierte Auflistung der Lernangebote, die auch online abrufbar ist. Die Angebote reichen von überregionalen Sehenswürdigkeiten und Naturerlebnisprogrammen, Kulturstätten und Museen bis hin zu Einzelakteuren und Firmen, die ihre Tätigkeit oder ihre „Leidenschaft“ vermitteln möchten. So finden sich in den Ordnern beispielsweise der Imkerverein Thalfang/Morbach, die Feuerwehr, Hochwald Foods GmbH, Seniorenheim Charlottenhöhe, Waldspaziergänge und Kelteraktionen, handwerkliche Aktivitäten oder Tierbegegnungen auf umliegenden Höfen und viele mehr.

Vera Höfner zeigte sich begeistert, dass es bereits rund 24 Akteure in der VG Thalfang gibt, die aufgesucht werden können. Sie freute sich besonders, dass zur Veranstaltung auch viele von ihnen anwesend waren. Das Interesse, sich auch inhaltlich gemeinsam auszutauschen war vorhanden, sodass für nächstes Jahr ein Netzwerktreffen vorgeschlagen wurde.

Gerade nach Zeiten von Kontaktbeschränkungen, digitalem Home Schooling und fehlender Gruppenaktivitäten ist die Hoffnung bei Carmen Grasmück groß, dass mit Beginn des neuen Jahres wieder verstärkt erlebnis- und handlungsorientiertes Lernen in den Fokus rückt. Denn: Lernen heißt nicht nur sich Wissen aneignen, reproduzieren und im Schulgebäude sitzen. Im Gegenteil: gerade außerschulisches Lernen eröffnet emotionale Zugänge zu Lernfeldern und Erlebnisorten, die sich auf die Lernatmosphäre und nachhaltige Verankerung auswirken.

Die nächste Verbandsgemeinde, in der lokale Lernorte recherchiert und aufbereitet werden, ist die VG Hermeskeil.

Fotos: REV
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